Plenarredner

Plenarsprecher und ihre Vortragsthemen

 

Dr. Eckart von Hirschhausen

Der deutsche Moderator, Mediziner, Zauberkünstler, Kabarettist, Comedian und Schriftsteller Dr. Eckart von Hirschhausen wird am Donnerstag, den 05. Oktober 2017 das Symposium des Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) moderieren sowie den Hans und Ilse Breuer-Preis verleihen (100.000). Anhand seiner eigenen Biografie und der vielseitigen Erfahrung in Medizin, Medien und Kabarett kann Dr. Eckart von Hirschhausen faszinierend über die Versorgungsforschung bei Neurodegenerativen Erkrankungen referieren. Wir freuen uns sehr, dass Dr. Eckart von Hirschhausen erstmalig den Deutschen Kongress für Versorgungsforschung besucht und die Demenzforschung so aktiv unterstützt.

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Prof. Dr. Dr. Martin Härter
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Zentrum für Psychosoziale Medizin, Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie

Prof. Dr. Dr. Martin Härter ist seit 2008 Direktor des Instituts und der Poliklinik für Medizinische Psychologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Der zukünftige Kongresspräsident des Deutschen Kongresses für Versorgungsforschung 2018 wird in seiner Keynote über aktuelle Entwicklungen in der regionalen Versorgung psychischer Erkrankungen referieren. Dabei wird er insbesondere Beispiele aus seinen Projekten im Bereich Telemedizin und webbasierte Lösungen für Patientengruppen mit besonderem Versorgungsbedarf referieren. 

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Dr. Helmut Hildebrandt
Wissenschaftlicher Vorstand des Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE); Vizepräsident für den Forschungsbereich Gesundheit in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Dr. Hildebrandt ist Vorstandsvorsitzender der OptiMedis AG. Die OptiMedis AG wurde 2003 gegründet und entwickelt regionale multiprofessionelle Gesundheitsnetzwerke, in denen sich neben Ärzten, Therapeuten und Krankenhäusern auch Apotheken, Fitnessstudios, Vereine, Schulen, Betriebe und die Kommunen engagieren. In seiner Keynote wird Dr. Hildebrandt zum Thema „Regionale Versorgung braucht einen regionalen Verantwortungsträger – Erfahrungen und Vorschläge aus Gesundes Kinzigtal und Gesundheit für Hamburg, Billstedt-Horn“ referieren.

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Internationale Plenarsprecher

 

Prof. Dr. Ronald Batenburg
Netherlands Institute for health services research (NIVEL), Niederlande

Prof. Dr. Ronald Batenburg ist Programmkoordinator im Fachbereich Arbeit und Gesundheit des Netherlands Institute for health services research (NIVEL). In seiner Keynote wird er über zukünftige Arbeitsteilung im Gesundheitswesen, insbesondere über Delegation sowie Substitution medizinischer, sozialer und pflegerischer Aufgaben sprechen sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken diskutieren.

Dr. Ronald Batenburg ist einer der führenden Wissenschaftler auf diesem Gebiet und wird in seiner Keynote über wissenschaftliche und praktische Erfahrungen aus seinen zahlreichen Modellprojekten (z.B. Practise Nurses) referieren. Die vorgestellten Modellprojekte von Dr. Ronald Batenburg aus den Niederlanden liefern innovative Lösungen für die Herausforderungen des deutschen Gesundheitswesens, insbesondere bezüglich des demografischen Wandels sowie den zunehmenden Fachkräftemangels, die auf dem Kongress von WissenschaftlerInnen sowie VertreterInnen der Versorgungspraxis, der Patienten, der Kassen und der Gesundheitspolitik aufgegriffen werden und hinsichtlich ihrer Adaption auf die Anforderungen im deutschen Gesundheitswesen analysiert sowie diskutiert werden sollen.

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Prof. Dr. Richard Grol
Nijmegen Centre for Evidence Based Practice (NCEBP), Radboud university medical center, Niederlande

Prof. Dr. Richard Grol leitet das Institut für Quality of Care der Radboud University in Nijmegen. Er ist einer der führenden Experten auf dem Gebiet der Qualitätsindikatoren, insbesondere der Qualitätsverbesserung und –veränderung in der hausärztlichen Versorgung.

Anlässlich des 20jährigen Jubiläums seines herausragenden Artikels zum Peer-Review-Konzept in der Hausarztmedizin („Peer Review in General Practice – Methods, Standards, Protocols“), wird Prof. Dr. Richard Grol über den aktuellen Stand und absehbare Entwicklungen der Qualitätsindikatoren in der ambulanten Versorgung sprechen. Insbesondere die Qualitätszirkel als gruppenbasierte ärztliche Peer Review Verfahren etablierten sich auch in Deutschland im Rahmen von Modellprojekten, gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung, als Instrument der Qualitätssicherung. Seine Keynote bietet Anlass, die bisherigen Entwicklungen kritisch und multiperspektivisch aus Sicht sowohl der WissenschaftlerInnen als auch der VertreterInnen der Versorgungspraxis, der Patienten, der Kassen und der Gesundheitspolitik zu betrachten.

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Prof. Zhang Liang
Tongji School of Medicine, Huazhong University of Science and Technology, Wuhan, China

Prof. Zhang Liang ist Professor der School of Social Medicine der Huazhong University of Science and Technology in Wuhan (China), einer der führenden Universitäten in der Versorgungsforschung in China. Er ist zugleich Direktor des Centers for Rural Health Care Research an der Huazhong University. In seiner Keynote referiert er über die Reformen des chinesischen Gesundheitswesens. Das chinesische Gesundheitswesen steht sehr vergleichbaren Herausforderungen wie das deutsche Gesundheitswesen gegenüber: rasch alternde Bevölkerung, wachsende Versorgungsdefizite vor allem in ländlichen Gebieten, zunehmende Multimorbidität und kontinuierlich steigende Gesundheitsausgaben. Hinzu kommt eine sehr verbreitete „Selbsteinweisung“ von Patienten in die Überweisungskrankenhäuser (mittlere Versorgungsebene), anstatt die eigentlich für die primäre Versorgung vorhergesehenen Gesundheitszentren aufzusuchen. Als führender wissenschaftlicher Experte und Berater der chinesischen Regierung stellt Prof. Zhang Liang seine laufenden Feldstudien und Forschungsergebnisse vor und berichtet über wissenschaftliche Aktivitäten sowie praktische Erfahrungen bezüglich der chinesischen Gesundheitspolitik,   Gesundheitsmanagement, Versorgungsqualität und integrierten Versorgungsmodellen. Insbesondere seine Erfahrungen hinsichtlich der Konzeption und Implantation von Reformen des zentral gesteuerten chinesischen Gesundheitswesens bieten eine Außenperspektive auf potenzielle Reformen im deutschen Gesundheitswesen, welche von den WissenschaftlerInnen sowie VertreterInnen der Versorgungspraxis, der Patienten, der Kassen und der Gesundheitspolitik kontrovers diskutiert werden sollen.

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Prof. Dr. Dr. Pierluigi Nicotera
Wissenschaftlicher Vorstand des Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE); Vizepräsident für den Forschungsbereich Gesundheit in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Prof. Dr. Dr. Pierluigi Nicotera ist Vizepräsident der Helmholtzgemeinschaft für den Forschungsbereich Gesundheit sowie Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). In seiner Keynote wird er über die Versorgungsforschung an deutschen Forschungszentren referieren.

Prof. Dr. Dr. Nicotera studierte Humanmedizin mit Fachgebiet Kardiologie an der Universität von Pavia in Italien. Anschließend promovierte er am angesehenen Karolinska-Institut in Stockholm und arbeitete dort mehrere Jahre als assoziierter Professor. Von 1995 bis 2000 leitete Prof. Dr. Dr. Nicotera den Bereich Molekulare Toxikologie an der Universität Konstanz und wurde dann als Direktor in die Toxikologie-Abteilung des Medical Research Council (MRC) nach England berufen. Seine Forschungsinteressen konzentrieren sich auf molekulare Mechanismen, die nach chronischen oder akuten Vorfällen zu neuronaler Schädigung oder Verlust führen. Dieser Verlust neuronaler Verbindungen und letztlich das Absterben von Nervenzellen durch eine Form des programmierten Zelltods, die als Apoptose bezeichnet wird, spielen eine zentrale Rolle bei neurodegenerativen Erkrankungen.

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Prof. Rosalind Raine
Professor of Health Care Evaluation, University College London

Prof. Raine wird in ihrer Keynote über die methodischen Herausforderungen der Evaluationen von komplexen Interventionen in der Versorgungsforschung sprechen (“Evaluation of healthcare interventions – State of the art, recent developments, and future directions”). Als ausgewiesene Expertin in der Durchführung nationaler multi-site Interventions- und Evaluationsstudien in England (u.a. Designing and evaluating strategies to reduce the social gradient in health service use: ASCEND Project im NIHR Applied Programme Grant; Evaluation of Specialist Cancer Services for Teenagers and Young Adults des NIHR Applied Programme Grant) wird sie aktuelle Entwicklungen und Zukunftstrends der Methoden in der Versorgungsforschung darstellen. Die Keynote legt den Fokus auf die Qualität und die Untersuchung des Nutzens von Interventionsstudien in der Versorgungsforschung und gibt innovative Lösungsansätze für komplexe Interventionsstudien, die in Deutschland noch nicht gut etabliert sind, aber aufgrund der Modellprojekte im Innovationsfond dringend benötigt werden.

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Prof. Dr. Oliver Senn
Institut für Hausarztmedizin, Zürich, Schweiz

Prof. Dr. Oliver Senn ist Professor am Institut für Hausarztmedizin des Universitätsspitals Zürich. Er ist Experte auf dem Gebiet der hausarztzentrierten Versorgungsforschung und wird in seiner Keynote über das Thema „Hausarztzentrierte Versorgung in einem Gesundheitssystem mit freier Wahl des Leistungserbringers: geht das?“ sprechen. Aufgrund des zunehmenden Fachkräftemangels insbesondere in ländlichen Gebieten Deutschlands stellen die Forschungsergebnisse von Prof. Dr. Senn übertragbare und praktikable Ansätze für das deutsche Gesundheitssystem zur erfolgreichen Bewältigung drohender oder bereits bestehender Versorgungsdefizite dar.

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